21.07.2010 Trinkwasserbedarf steigend
Folglich steigt der Trinkwasserbedarf. Im Garten wird erheblich mehr Wasser gebraucht und auch der direkte Verbrauch der Menschen steigt durch höheren Trinkbedarf, aber auch häufigeres Baden oder Duschen, durch die Befüllung von Schwimmbecken oder durch den höheren Kühlbedarf mit Wasser.
Während der mittlere Trinkwasserbedarf in Mönchengladbach rund 40 Millionen Liter/Tag beträgt, stieg der Bedarf in den letzten Tagen auf bis zu 57 Millionen Liter/Tag an (09. Juli.2010), was eine Steigerung von 42% ausmacht. Diese Spitzenabgabe wäre sicherlich am 10. Juli nochmals erheblich überschritten worden, wäre dieser Tag nicht auf einen Samstag gefallen. Denn am Wochenende fällt der Trinkwasserbedarf aus dem gewerblichen Bereich stark zurück. Ähnlich verhält es sich mit den Schulferien. Bedingt dadurch geht der Trinkwasserbedarf ebenfalls zurück. Viele Kunden sind in Urlaub und Betriebe sind wegen Betriebsferien geschlossen.
Eine solche hohe Abgabe hat es somit in den letzten 10 Jahren nicht mehr gegeben. Allerdings war noch 1995 ein Spitzenbedarf von über 70.000 m³/d gemessen worden. Der insgesamt sparsamere Umgang mit Wasser zeigt Wirkung.
Die Zahlen zeigen, dass zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung nicht nur der mittlere Trinkwasserbedarf gedeckt werden muss, sondern Anlagen vorgehalten werden müssen, um solch einen hohen Bedarf – und eventuell auch noch darüber hinaus – decken zu können.
Da das Wasser in unserer Region durch das Grundwasser gedeckt wird, stellt ein solch warmer und trockener Sommer kein Problem dar. Grundwasser ist in ausreichender Menge und hervorragender Qualität vorhanden. Die Wasserspeicher werden in den Wintermonaten aufgefüllt und stellen noch riesige Reserven bereit.


